Valentinstag. Symbolfoto: Anja Reichert / Barbara Dunna
Valentinstag. Symbolfoto: Anja Reichert / Barbara Dunna

Diese Dinge nerven an Valentinstag

Ein anonymer Gastbeitrag

Das Werbegeschäft boomt

Valentinstag steht vor der Tür und es dreht sich alles nur noch um die verliebten Pärchen: Candle-Light-Dinner, Schmuck und Blumen – das Werbegeschäft boomt und viele begeben sich auf die verzweifelte Suche nach einem geeigneten Geschenk für den Partner. Obwohl dieser Tag etwas besonderes für Liebende sein sollte, scheint er bei Vielen nur Stress und Ärger zu verbreiten. Um auch die negativen Seiten des Valentinstags ans Licht zu bringen, habe ich mir Gedanken über die nervigsten Dinge, die diesen Tag betreffen, gemacht.

Liebe auf einen Tag reduziert

Die Lächerlichkeit dieses Tages wird besonders darin deutlich, dass ein Pärchen seine Liebe auf einen einzelnen Tag reduzieren muss. Zudem besteht der „Zwang“ seiner Freundin/seinem Freund ein Geschenk zu kaufen. Wer nämlich mit leeren Händen aufkreuzt ist gleich ein/e Rabenfreund/in und liebt die Person, mit der er zusammen ist nämlich nicht wirklich. Als ob wahre Liebe an Geschenken am Valentinstag gemessen wird (Ironie aus). Während also in sämtlichen Blumen- und Schmuck-Geschäften die Kassen klingeln, beginnen die ersten Pärchen an der Liebe ihres Partners zu zweifeln.

Auch Umweltschützer haben den Tag längst ins Visier genommen, denn laut eines Artikels des Stern setzt die Blumen-Branche am Valentinstag rund 100 Millionen Euro um. Dafür würden 30 Millionen Rosen um den Globus geschippert.

Die übertriebene Verliebtheit

Doch plötzlich gibt es nichts Wichtigeres mehr, als das Date mit dem Partner an Valentinstag und alle anderen Sorgen sind vergessen. Mit einem Mal sind alle bis über beide Ohren (übertrieben) verliebt und sehnen sich diesen einen Tag herbei. Vielleicht sollte man anfangen sich Gedanken darüber zu machen, ob man per ungeschriebenes Gesetz dazu gezwungen werden möchte, genau diesen Tag mit dem Partner zu verbringen. Unglaublich aber wahr: Pärchen können auch ohne einen Valentinstag auf ein romantisches Date gehen.

In Wirklichkeit finde ich es einfach schade, dass es einen Tag im Kalender braucht, an dem man die Liebe zu seinem Partner feiert. Viel schöner wäre es doch, wenn man sich immer wieder mit kleinen Dingen eine Freude macht und nicht nur an Valentinstag mit einem Geschenk und wenn man „Ich liebe dich“ sagt, wenn man es auch fühlt und nicht, weil es sich an diesem Tag so gehört. Klar ist es schön, wenn es einen Tag gibt, an dem man die Liebe besonders feiert, aber das muss doch nicht der 14. Februar sein.

Nur noch Angebote für Verliebte

Werbung soweit das Auge reicht, ob im Fernsehen, im Internet oder in Geschäften: Valentinstag ist der Tag der Liebenden, warum werden also auch Singles mit hineingezogen? Überall prangen in Leuchtbuchstaben – pink und rot – die Angebote für Pärchen zu Valentinstag auf sämtlichen Plakaten. Dabei fragen sich natürlich Singles, ob sie diese Angebote dann etwa nicht in Anspruch nehmen dürfen. Wenn nicht, bedeutet es dann, dass sie diskriminiert werden, weil sie Single sind? Es gibt schließlich keinen Tag an dem Singles ihr Singleleben feiern können! Wie wäre es mit einem Welt-Singletag? Welche Dinge nerven Euch an Valentinstag?

Anmerkung der Redaktion

Gastbeiträge geben nicht automatisch die Meinung der Redaktion wieder. Sie sollen zur Debatte anregen  – so wie auch jeder gute Kommentar auf Facebook. Wir geben deshalb allen unseren Lesern die Chance, ihre Meinung bei uns zu veröffentlichen und diese diskutieren zu lassen. Wir freuen uns über Gastbeiträge zu allen Themen an: redaktion@linzerleben.at

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