Neuer Stadtteil beim Hauptbahnhof. Foto: Magistrat Linz
Neuer Stadtteil beim Hauptbahnhof. Foto: Magistrat Linz

EUROPAN 14: Innovative Architektur für Wiener Straße

Südlich des Linzer Hauptbahnhofes soll zwischen Unionstraße und Bahntrasse in naher Zukunft ein neuer Stadtteil entstehen. Die derzeit teilweise von den Technischen Services der ÖBB genutzten Flächen nahe der Innenstadt bieten beste Voraussetzungen für eine hochwertige Bebauung.

Wettbewerb für innovative Architektur

2017 machten sich im Rahmen des europaweit größten Wettbewerbes für innovative Architektur „EUROPAN 14“ kreative Köpfe unter 40 Jahren Gedanken über die Bebauung des Areals. Drei der eingereichten Linz-Projekte aus London, Berlin und Wien erzielten gleichwertige zweite Plätze. Im Architekturforum Oberösterreich am Herbert-Bayer-Platz sind diese Arbeiten gemeinsam mit herausragenden Planungen für Grundstücke in Wien und Graz bis 3. Februar 2018 am Mittwoch, Donnerstag und Samstag von 14 bis 17 Uhr und am Freitag von 14 bis 20 Uhr zu sehen.

Verbindung mit südlichen Stadtteilen

„Bei der Entwicklung der Flächen an der Wiener Straße besteht die einmalige Chance, die Linzer Innenstadt mit den südlich angrenzenden Stadtteilen besser zu verbinden. Durch eine gemischte Nutzungsstruktur mit Flächen für Wohnungen, Büros, Geschäfte, Lokale und umweltfreundliche kleine Produktionsbetriebe sowie attraktive öffentliche Räume soll der künftige Stadtteil belebt werden“, unterstreicht Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein den urbanistischen Stellenwert des Projekts.

Vision entwickeln

Das Thema von „EUROPAN 14“ stellte der Ansatz der „productive city“ dar, bei dem es um die Integration von kleinen Produktionsstätten in die Stadt geht. Damit soll auf den Wandel in der Arbeitswelt reagiert werden, den Industrie 4.0 und Start-ups maßgeblich beeinflussen. Die Aufgabenstellung bestand darin, eine Vision für den künftigen Linzer Stadtteil zu entwerfen, der in drei Realisierungsetappen entstehen soll. Die erste Etappe bildet die Verbauung einer zirka 15.000 Quadratmeter großen Teilfläche nahe der Unionkreuzung in den kommenden fünf Jahren. Die Teilfläche entlang der Bahntrasse wird derzeit noch intensiv von den ÖBB genutzt und stellt die mittelfristige zweite Etappe dar. Die dritte Etappe ist Teil eines langfristigen Szenarios und setzt voraus, dass die Werkstätten der ÖBB-Technische Services GmbH an der Unionstraße an einen anderen Standort verlegt werden. Insgesamt erstreckt sich das Planungsgebiet über eine Fläche von mehr als 100.000 Quadratmeter.

Visionen vom Wettbewerb Europan 14. Foto: Magistrat Linz

Visionen vom Wettbewerb Europan 14. Foto: Magistrat Linz

Überarbeitung

Der Wettbewerbsjury gehörten Expertinnen und Experten der ÖBB und der Stadt Linz sowie profilierte Architekturschaffende an. „Alle drei Projekte liefern starke und schlüssige Beiträge zum Thema der productive city, weisen jedoch auch individuelle architektonische und städtebauliche Schwächen auf“, heißt es in einem Statement der Jury. Das Gremium schlug daher vor, die Planungen in einem Nachbearbeitungsauftrag zu präzisieren und formulierte dafür konkrete Empfehlungen zur Überarbeitung.

Innovative Ideen

„Insgesamt ist die Fülle an innovativen Ideen, die im Wettbewerb erarbeitet wurden, großartig. Die drei ausgewählten Projekte haben unterschiedliche Herangehensweisen, wurden aber mit durchgängigen Konzepten sehr detailliert und professionell ausgearbeitet. Ich bin überzeugt, dass sich in der Nachbearbeitung ein Projekt herauskristallisiert, mit dem die ÖBB einen qualitativen Beitrag zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung leisten kann“, betont Dipl.-Ing. Siegfried Burger-Schattauer von der ÖBB Immobilien-Management GmbH. Das Unternehmen beabsichtigt, das Areal nach Abschluss der Planungen zu verwerten und Teilflächen für mögliche ÖBB-Eigenentwicklungen zu reservieren.

Ausgewählte Projekte

Die drei ausgewählten Projekte sind: „FABLINZ-COMMONS OF PRODUCTION“ (London), „ROCK THE BLOCK!“ (Berlin) sowie „PRO_LINZ PRODUCTIONS UNLIMITED“ (Wien).

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Magistrat Linz.

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