Symbolbild Drogenkonsum: Cannabis. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Drogenkonsum: Cannabis. Foto: Pascal Höfig

Drogenprävention für Jugendliche wird verstärkt

Bereits im Mai dieses Jahres reisten Vizebürgermeister Detlef Wimmer, Direktor Dr. Dietmar Nemeth, Geschäftsbereich Gesundheit und Sport sowie Christoph Lagemann, Leiter des Instituts Suchtprävention pro mente OÖ, nach München, um sich über das Projekt „Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten“ (FreD) zu informieren. Nach der Präsentation des Projekts im Ausschuss für Sicherheit, Gesundheit und Städtekontakte des Linzer Gemeinderates am 14. November 2017 soll ab dem kommenden Jahr auch in Linz ein Schwerpunkt bei jugendlichen Drogenkonsumentinnen und -konsumenten nach dem Münchner Vorbild gesetzt werden.

Suchtprävention in Linz

„Wir können die jungen Menschen nicht ihrem Schicksal überlassen. Daher ist es höchst an der Zeit, erfolgreiche Interventionsprogramme wie FreD zur Suchtprävention auch für Linz zugänglich zu machen. Da in München 86 Prozent der Jugendlichen nach der Teilnahme an „FreD“ nicht mehr bei der Polizei angezeigt wurden, erwarte ich mir auch in Linz gute Ergebnisse“, ist Vizebürgermeister Detlef Wimmer überzeugt.

Therapeutisches Angebot

In Linz erhielten 2017 bisher 117 (2016: 101) Jugendliche wegen Cannabiskonsum eine amtsärztliche Vorladung. Viele von ihnen haben schulische, familiäre und persönliche Probleme und brauchen ein passendes therapeutisches Angebot. „Hier müssen wir ansetzen, damit Drogenkarrieren erst gar nicht entstehen“, so Vizebürgermeister Wimmer. Ein neuer Folder soll in jugendkonformer Aufmachung Aufklärung über die persönliche Situation und Möglichkeiten zur Beratung bieten.

„Therapie statt Strafe“

Nach der Devise „Therapie statt Strafe“ soll nach dem Münchner Vorbild erreicht werden, dass mehr Jugendliche geeignete Unterstützung von Drogenberatungsstellen und Therapeuten annehmen. Eine Evaluation durch das Institut Suchtprävention soll zeigen, in welchem Ausmaß erstauffällige Jugendliche diese Angebote annehmen und wie nachhaltig ihre Wirkung ist.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Magistrat Linz.

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