Symbolbild Radweg: Sabine Brummer
Symbolbild Radweg: Sabine Brummer

Neues Winterdienstkonzept: Sicher mit dem Rad durch Linz

Immer mehr Linzerinnen und Linzer wollen auch im Winter ihre Wege mit dem Rad zurückzulegen. Um diesen Radfahrerinnen und Radfahrern bei winterlichen Verhältnissen mehr Sicherheit zu geben, werden nun jene Radwege, die für sie von besonderer Wichtigkeit sind, vorrangig geräumt, der Rest anschließend. Basierend auf einem Vorschlag der Radlobby OÖ wurden die Prioritäten im Räumplan optimiert und an ausgewählte, durchgängige Hauptradrouten angepasst. Dieses Winterbasisradwegenetz wird in den nächsten Tagen auf der Homepage der Stadt Linz als Plan veröffentlicht, damit zum Beispiel alle die mit dem Rad einpendeln ihre Routen bei Schneefall entsprechend anpassen können. Nach dieser Wintersaison sollen die Erfahrungen evaluiert und gegebenenfalls Adaptionen vorgenommen werden.

Winterdienstkonzept für Radwege

„Ich freue mich, dass in diesem Winter das optimierte Winterdienstkonzept für Radfahrer umgesetzt wird. Bis zu 130 Mitarbeiter betreuen die Linzer Straßen und auch die Radwege“, erläutert Vizebürgermeister Mag. Bernhard Baier, für die Straßenbetreuung zuständig. „Winterdienst wird bei Bedarf auf Hauptverkehrswegen rund um die Uhr geleistet, auf Nebenfahrbahnen zwischen 4 und 22 Uhr, ebenso werden die Radwege in Linz zwischen 4 und 22 Uhr winterdienstmäßig betreut.

Dies ist bereits gegenüber den in den dafür gültigen Richtlinien (RVS) angegebenen Betreuungszeiten zwischen 7 und 19 Uhr eine erhebliche Verbesserung der Betreuungsqualität. Um den Trend zum Alltagsradeln auch im Winter zu unterstützen, haben wir im Dialog mit der Radlobby OÖ das bestehende Winterdienstkonzept angepasst und Hauptrouten des Radverkehrs berücksichtigt. Wer im Winter radelt, soll in Zukunft eine Orientierung haben, welche Radrouten vorrangig geräumt werden. Gleichzeitig rufen wir Radlerinnen und Radler sowie alle Verkehrsteilnehmer im Winter zur erhöhten Achtsamkeit auf.“

Sichere und saubere Radwege

Ein Anliegen der Radinteressensvertretungen im letzten Linzer Radforum war, die Radfahrersituation in den Wintermonaten zu verbessern. Dort wurde vereinbart, gemeinsam mit den Interessenvertretern und der Stadt Linz, ein neues Winterdienstkonzept für Radwege zu erarbeiten. Vorrangig werden definierte Hauptradrouten zeitnah winterdienstlich betreut und stehen somit den Winterradlern früher zur Verfügung. „Wir haben die Kritik aufgegriffen und mit den direkt Betroffenen eine gute Lösung für kommende Wintersaison gefunden! Für uns ist es wichtig, dass Radfahrer auch im Winter sichere und saubere Radwege vorfinden“, erklärt Hein.

Investition in Winterdienst

Michael Schrank, stv. Vorsitzender der Radlobby Oberösterreich, zum neuen Winterbasisradwegenetz: „Wir haben mit unseren Erfahrungen der letzten Wintersaison das Gespräch mit der Stadt Linz gesucht: Durch die vorgeschlagene Priorisierung bei der Räumung sollte schon in der Wintersaison 2017/2018 im Rahmen der vorhandenen Mittel eine Verbesserung erreicht werden. Mehr Mittel für den Winterdienst auf Radwegen wären eine gute Investition, denn Linz braucht auch im Winter einen höheren Radverkehrsanteils zur Lösung der angespannten Verkehrssituation. Und übrigens wird das Kosten-Nutzen-Verhältnis von Radverkehrsinfrastruktur noch positiver, wenn Radler und Radlerinnen sie ganzjährig nutzen können“.

Linzer Winterdienst

Das Linzer Hauptstraßennetz sowie Straßen, die von öffentlichen Verkehrsmitteln benutzt werden, werden rund um die Uhr vom örtlich stationierten Winterdienst abgefahren. Insgesamt betreut der Winterdienst fast 1.300 Fahrstreifenkilometer Räumstrecke auf Fahrbahnen und ca. 200 km auf Rad/Gehwegen in Linz. Bei Nebenstraßen beziehungsweise bei Rad- und Gehwegen erfolgt die Betreuung von Montag bis Freitag zwischen 4 und 22 Uhr, samstags, sonntags und feiertags zwischen 5 und 22 Uhr. Dabei sind für den Winterdienst tagsüber bis zu 56 Fahrzeuge und rd. 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterwegs, die von der Einsatzleitung koordiniert werden.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Magistrat Linz.

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