Prozess wegen Eifersuchtsmord vertagt

LINZ. Auf der Anklagebank des Landesgerichts ist am Montag, 30. November, jener 31-jährige Türke gesessen, der seinen Nebenbuhler im Mai mit 25 Messerstichen getötet haben soll. Er selbst bekannte sich schuldig. Sein Verteidiger forderte ein Gutachten - die Verhandlung ist vertagt.

messer@bilderboxZuerst hat der 31-Jährige seinen Nebenbuhler mit seinem Auto verfolgt - bis zu einer roten Ampel im Bereich der Waldeggkreuzung: Dort hat der Eifersüchtige mit seinem Fahrzeug das Auto seines drei Jahre älteren Landsmann aus Mauthausen mit voller Wucht gerammt.

Blutrausch auf offener Straße

Dann sprang er aus dem Auto und zerrte den 34-Jährigen aus dem Unfallwrack. Er versetzte ihm mehrere Messerstiche und jagte ihn anschließend über den gesamten Kreuzungsbereich Richtung Bahnhof. Immer wieder stach er mit der acht Zentimeter langen Klinge zu - insgesamt 25 Mal ergab die Obduktion. Auf einer Verkehrsinsel brach das Opfer schließlich leblos zusammen.

Augenzeugen haben die Polizei und die Rettung alarmiert. Noch am Tatort ließ sich der Messerstecher wiederstandslos festnehmen. Bei der Einvernahme gab er an, er habe befürchtet, seine Frau habe eine Beziehung mit dem Opfer. Sein mutmaßlicher Nebenbuhler erlag wenig später im AKh Linz seinen schweren Verletzungen.

Prozess auf 25. Jänner vertagt

Im heute begonnen Mordprozess hat sich der Angeklagte schuldig bekannt. Sein Verteidiger, der auf Totschlag plädiert, hat ein Sachverständigengutachten zum Beweis der Zurechnungsfähigkeit des 31-Jährigen zum Tatzeitpunkt verlangt. Er sei erst nach der Tat "wieder zu Sinnen" gekommen.


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