“Achtung, Notfall” - ein Passagier von Flug LH3529 über die Notlandung in Linz

HÖRSCHING. Es waren bange Minuten an Bord der Lufthansa-Maschine von Linz nach Frankfurt, die am Sonntag, 29. November, notlanden musste. Ein Passagier (Name der Redaktion bekannt) erzählt von diesem dramatischen Zwischenfall.

avro@lufthansa"Einige Minuten nach dem Start begann es aus den Lüftungen zu rauchen. Danach kam die Meldung vom Kapitän: 'Achtung, es handelt sich um einen Notfall. Wir müssen zum Flughafen Linz zurückkehren. Bitte bleiben Sie alle angeschnallt'", erinnert sich der Passagier.

Alarm in Hörsching

Am Boden herrschte inzwischen hektische Aktivität. Die Einsatzkräfte gingen in Bereitschaft, Feuerwehr und Rettung bereiteten sich auf das Schlimmste vor. Der Fluggast weiter: "Die 15 Minuten bis zur Landung dauerten ewig, auch sahen wir auf der Landebahn die Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht stehen. Es kam auch keine weitere Meldung mehr vom Kapitän."

Mit Frühstück abgespeist

Endlich wieder auf festem Boden, fühlt sich der Passagier allerdings nicht besonders gut betreut. "Als wir wieder zum Flughafen gebracht wurden, bekam ich noch im Freien die Anweisung, meine Zigarette auszumachen und in das Restaurant zu gehen. Dort wurde ein Getränk und ein Frühstück gratis angeboten. Für einige Passagiere wurde ein Weiterflug über München am nächsten Tag angeboten."

Das allerdings nicht unbeding zuvorkommend. "Es wurde niemand informiert, es wurde auch seitens der Fluggesellschaft keine Möglichkeit für die Heimreise angeboten. Eigentlich mussten wir uns selbst um alles kümmern und es scheint so, als ob es den Bediensteten der Lufthansa eigentlich egal war, wie die Leute hier weiterkommen. Auch wissen wir nicht, was wir hier eingeatmet haben und ob das eventuell schädlich sein könnte."

Sicher ist für den Passagier des Fluges LH3529 eines: "Mir ist die Lust am Fliegen gründlich vergangen. und ich wäre gerne informiert worden, was hier eigentlich die Ursache war."

"Bedauerlicher Einzelfall"

Aus Sicht der Lufthansa "kann es sich da nur um einen bedauerlichen Einzelfall handeln", so Lufthansa-Sprecher Thomas Jachnow gegenüber Linzerleben.at. Man habe sich bemüht, individuell auf die Bedürfnisse der Betroffenen einzugehen. Auch habe man niemanden abspeisen wollen. "Aber für viele ist es eine gute Erholung und Beruhigung, erstmal eine Tasse Kaffee zu trinken." Auch wolle man niemanden unbetreut lassen. "Wenn jemand zum Beispiel ein Taxi zurück nach Linz genommen hat, rate ich ihm, sich bei uns zu melden. Denn in manchen Fällen hat man Anspruch auf Ersatz der Kosten", erklärt Jachow.  

Mehr Infos zur Ursache der Notlandung: http://www.linzerleben.at/?p=18656


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