Mögliche Sperre der Eisenbahnbrücke
LINZ/URFAHR. Schon öfter kursierten Gerüchte, dass die 109 Jahre alte Eisenbahnbrücke zwischen Urfahr und Hafenviertel wegen ihres desolaten Zustandes gesperrt werden müsste. Ein von der ÖBB in Auftrag gegebenes Gutachten bescheinigt nichts Gutes.
Verkehrspolitisch ist die Eisenbahnbrücke für Linz unverzichtbar: Täglich rollen fast 20.000 Autos und rund zwei Züge der ÖBB fahren pro Tag d´rüber. Würde es also tatsächlich, wie die Gerüchte besagen, schon in drei Monaten zu einer Einschränkung für Auto- und Bahnverkehr kommen, hätte das enorme Auswirkungen.
Sanierungsfall
Nun sorgt ein Gutachten der technischen Unviersität für für Beunruhigung: Rost hat der Eisenbahnbrücke in den Jahren stark zugesetzt. Hauptursache sei die Verkehrsbelastung und die damit verbundene Salzstreuung in den Wintermonaten. Die Konsequenz: Schon Ende nächsten Jahres könnte sie für den öffentlichen und privaten Verkehr gesperrt werden.
Neubau oder Fahrbahn-Austausch
Um dies zu verhindern will Straßenbau- und Verkehrs-Landesrat Kepplinger (SPÖ) ein rasches Gipfelgespräch mit Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ), Verkehrs-Stadtrat Klaus Luger (SPÖ) sowie den zuständigen ÖBB-Vorständen und eventuell Vertretern des Bundesdenkmalamts einberufen. Außerdem solle das Gutachten auch der Stadt so schnell als möglich zur Verfügung gestellt werden.
Die Linzer ÖVP kritisiert unterdessen, dass die SPÖ seit Jahren nicht, wie von der Volkspartei gefordert, Ersatzlösungen für die Eisenbahnbrücke geplant habe.
Die Lösungsvorschläge der ÖBB gehen in zwei Richtungen: Entweder ein Neubau der Brücke oder ein kompletter Austausch der Fahrbahn im kommenden Jahr.


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